(m)eine Artikelserie in der PhotoKlassik Zeitschrift

Das Jahr neigt sich dem Ende zu und ich will gar nicht erst anfangen darüber nachzudenken, einen Artikel mit meinem Rückblick auf das Jahr 2020 zu verfassen. Und dennoch komm ich nicht umhin mir einzugestehen, dass ich für einige sehr wichtige Veränderungen in diesem Jahr sehr, sehr, sehr dankbar bin. Wäre 2020 nicht so verlaufen wie es kam, wäre ich nicht hier, wo ich grad bin. Oder um es mal metaphorisch auszudrücken: am Anfang dieses Jahres war es ziemlich düster um mich herum, aber nun sehe ich neue Perspektiven vor mir. Und das hat absolut nix mit Viren zu tun. Doch dazu vielleicht bei nächster Gelegenheit mehr…

Einleitung

Heute möchte ich über meine jüngste Arbeit sprechen und dich mit in meine Welt als Gast Autor für eine Fotozeitschrift hineinnehmen. Durch einen schönen Zufall ergab sich im Frühsommer 2019 eine Gelegenheit für mich, mein Wissen rund um das Thema Bildgestaltung und Streetfotografie in Worte zu fassen. Es geht um DAS Magazin für aktuelle analoge Fotografie im deutschsprachigen Raum überhaupt: die Photoklassik Zeitschrift! Darin durfte ich meine Arbeiten veröffentlichen und es waren nicht nur Worte, sondern ich konnte auch meine eigenen Bilder zeigen. Und das, was mich immer noch MEGA fasziniert ist die Tatsache, dass ich in ALLEN vier 2020 Ausgaben vertreten bin. (Die Zeitschrift erscheint vierteljährlich.) Na wenn das mal kein Grund für ein Jahresabo ist… *Zwinkersmiley*

Kleingedrucktes

Nur um die ungestellten Fragen zu meiner Motivation auch  transparent zu beantworten und um es gleich kurz vorwegzunehmen: ja ich wurde ganz offiziell für die veröffentlichten Photoklassik Artikel in der Zeitschrift einmalig bezahlt und nein, dieser Blogartikel ist nicht gesponsert. Ich habe mit diesem Blogartikel weder einen finanziellen, noch einen geldwerten Vorteil erhalten und werde auch nicht für zukünftige verkaufte Photoklassik Ausgaben entlohnt. Für mich ändert sich also nichts, ob du nun die Photoklassik Zeitschrift bestellst oder nicht.

ABER: ich bin einfach nur stolz darauf, meine eigenen Bilder und Texte in so einem hochwertigen Print-Magazin zu wissen. Und außerdem möchte ich auch andere Fotografen dazu motivieren, vielleicht auch mal als Gastautor aktiv zu werden. Vielleicht ist es viel leichter als du denkst.

Und was ich mir auch noch wünsche ist Feedback. In der gedruckten Papierwelt eine Rückmeldung der Leserschaft zu erhalten ist ungleich einfacher, als es in den sozialen Medien oder im eigenen Blog ist. Ich weiß noch nicht einmal, wer meine Artikel liest, geschweige denn wie die Artikel ankommen oder ob sie hilfreich sind.

Daher: falls DU meine Artikel bereits gelesen hast, schreib mir gerne deine ehrliche Meinung dazu entweder hier als Kommentar oder in einer privaten Nachricht über mein Kontaktformular. Ich freue mich über JEDE Zeile und antworte IMMER!

Photoklassik Zeitschrift – Was ist das?

Vor einiger Zeit habe ich ja schon bereits ein wenig über diese Zeitschrift geschrieben. Im Artikel “SilvergrainClassics und PhotoKlassik – keine Verwechslung mehr möglich” hob ich zwar hauptsächlich den Namenswechsel der international ausgerichteten SilvergrainClassics Zeitschrift hervor. Aber einige Infos zu Photoklassik habe ich dort auch schon erwähnt. Wichtig zu wissen ist, hinter der deutschen PhotoKlassik steht die IMH Imaging Media House GmbH & Co. KG, (die übrigens daneben noch eine Vielzahl weiterer Medien – siehe Medien Portfolio – sowohl online, als auch als Print herausgeben und vermarkten). Die Herausgeber der Photoklassik Zeitschrift schreiben auf ihrer Website folgendes über das deutschsprachige Magazin:

“Das Magazin für aktuelle analoge Fotografie – mit einer treuen und sogar wachsenden Zielgruppe. PhotoKlassik, das sind neue und gebrauchte Kameras, Filme, Entwickler, Fotopapiere, fundiertes Dunkelkammer-Know-how, … vom Albumindruck bis zum Zonensystem. Nicht dogmatisch, aber mit Ambitionen.”

Ich persönlich bin schon seit einigen Jahren Abonnent und bereue keine einzige Ausgabe. Natürlich gibt es mal mehr und mal weniger interessante Artikel. Aber im Großen und Ganzen würde ich jederzeit wieder zu dieser Zeitschrift greifen. Denn der große Vorteil der analogen Informationsgewinnung durch gedrucktes Papier ist die konzentrierte Zeit, die man sich zum Lesen dafür nehmen muss. Ich weiß nicht wie es dir geht, aber ich persönlich empfinde gedruckten Text auf Papier authentischer, als die Internet Code Zeilen auf einem Bildschirm, die mich in ihrer Fülle und Breite  immer wieder versuchen abzulenken.

Außerdem gibt es meiner Meinung nach keine Alternative im deutschsprachigen Raum, wenn es um Zeitschriften rund um die analoge Fotografie geht. Falls doch, bitte schreib mir das gerne.

Warum gleich eine ganze Artikel Serie?

Eigentlich war das eher ein Missverständnis. Als ich letztes Jahr die Anforderungen für den geplanten Artikel erhielt, verstand ich es einfach falsch. Es sollten eigentlich 4000-6000 ZEICHEN sein und nicht 4000-6000 WÖRTER. Also machte ich das Beste daraus und splittete meinen Artikel in drei Teile. Im Nachhinein muss ich aber sagen, war das auch sehr sinnvoll. Denn das Thema Bildgestaltung kann im Prinzip sooo Riesig werden, dass man damit nicht nur ein Buch, sondern eine ganze Reihe Bücher füllen könnte.

mein Fokus beim Thema Bildgestaltung – ein einfacher Einstieg

Meine Motivation war klar: ich wollte mit meinem Artikel helfen, einen einfachen Einstieg in dieses komplexe Thema zu finden. Es gibt zahlreiche Bücher, Artikel und online Quellen zum Thema Bildgestaltung und einige davon kann ich auch empfehlen. Aber die Frage nach einem einfachen Einstieg, ohne gleich eine Wissenschaft daraus zu machen, habe ich kaum beantwortet gesehen. Mir jedenfalls ging es nach so einer Lektüre oft so, dass ich vor lauter trockener Theorie die praktische Umsetzung nicht finden konnte. Oft wurde zu abstrakt erklärt, wie die Anordnung und die Verbindungen  formaler Elemente in einem Kunstwerk der bildenden Kunst zusammenhängen sollen. Aber _wie_ ich ohne akademischen Bildungsgrad den Zusammenhang zwischen der physikalischen Kennzahl “Phi” (1,618…) und einem komponierten Foto herstelle, ohne gleich damit auch in theoretischer Physik promovieren zu müssen, fehlt meiner Meinung oft.

Der einfache Einstieg ist aber meines Erachtens essentiell. Denn wenn ich nicht richtig anfange, kann ich auch nicht konstant weitermachen. Das Thema Bildgestaltung ist nämlich kein “Ereignis”, das man irgendwann mal erreicht, sondern eher eine “Entwicklung”, die man lebenslang praktiziert.

Was meine ich damit? Im Prinzip entwickelt sich die Art, wie wir fotografieren mit unserer Persönlichkeit genau so weiter, wie vielleicht auch andere Gewohnheiten, Ansichten und Meinungen im Leben. Damit verbunden natürlich auch unsere Sehgewohnheiten und unsere Aufmerksamkeit für Details in den eigenen Bildern und hoffentlich auch der eigene Anspruch an die eigenen Bilder.

Man muss das natürlich nicht zwangsläufig so sehen. Selbstverständlich kann man auch einfach immer fließbandartig eine Drittelregel anwenden und damit zufrieden sein. Aber ich glaube, dann wird es irgendwann langweilig und die Seele hört dann auf, sich für die Kunst zu interessieren.

Bildaussage vs. Bildgestaltung

Bildaussage schlägt Bildgestaltung! Mehr muss ich dazu eigentlich nicht schreiben. Eigentlich selbstverständlich. Und dennoch habe ich das in meinen Artikeln wiederholt erwähnt. Nichts ist langweiliger, als  ein Foto, das nicht die Sprache des Fotografen wiedergeben kann. Und damit meine ich nicht, dass der Betrachter augenblicklich erkennen muss, dass es sich um dein Kunstwerk handelt. Es ist eher das eigene Verständnis davon, ob das Foto auch wirklich das zeigt, was du als Fotograf ausdrücken wolltest. Erst dann hat der Betrachter die Chance, die Botschaft zu verstehen.

Die Bildgestaltung soll nur helfen, den Bildinhalt auszudrücken. Sie ist nicht das Maß der Dinge. Ähnlich ist es mit einer Sprache zwischen uns Menschen im Alltag.  Was ist wichtiger: grammatikalisch korrekt und präzise zu sprechen oder darauf zu achten, dass die Mitmenschen und Zuhörer verstehen was ich meine und sagen will?

Fazit – lohnt sich eine Veröffentlichung in einer Fotozeitschrift?

Ohne jetzt auf die finanziellen Aspekte näher einzugehen, reich wird man mit so einer Veröffentlichung nicht. Aber das wirklich (für mich) wichtige ist, das Gefühl das bleibt. Es macht mich einfach glücklich und auch etwas stolz auf mich selber, dass ich meine eigenen Bilder und meinen eigenen verfassten Text in einem so hochwertigen Magazin veröffentlicht durfte. Alleine dafür lohnt sich jeder Versuch.

Daher ermutige ich dich, falls du auch nur halbwegs deine Gedanken verständlich auf Papier bringen kannst und etwas zu sagen hast, schreibe einfach mal deine Lieblingszeitschriften an und schlage ihnen ein fertiges Konzept deines möglichen Artikels vor. Sei konkret, detailliert und verfolge mit deiner Absicht einen nachvollziehbaren Plan. Damit machst du es einem Redakteur einfacher, sich für deine Idee vielleicht auch begeistern zu können. Und falls du tatsächlich einen Artikel so veröffentlichen konntest, schreib mir bitte mehr darüber. Ich freue mich immer gerne mit über solche Erfolgsstories 🙂

Leseproben

Wenn du die PhotoKlassik Zeitschrift nicht kennst und bisher noch nicht in den eigenen Händen gehalten hast, dann kannst du dir mit den folgenden Leseproben einen ersten Eindruck verschaffen. Kostproben meiner Artikel sind in diesen Leseproben unter den erwähnten Seiten ebenfalls enthalten. Viel Spaß damit! (Weitere Leseproben findest du auf der PhotoKlassik Website.)

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