ich bin dann mal weg – networking is rubbish; have friends instead

Heute gibt es mal zur Abwechslung nur einen kurzen Text. Denn ist Sommer und das Leben ist viel zu kurz für schlechten Wein… 😉 Ich bin dann mal weg und nehme mir eine Auszeit! Die sozialen Medien können ja manchmal wie Junk Food sein. Auf den ersten Blick unglaublich attraktiv und vielversprechend, aber letztendlich sättigen sie nur kurzweilig und manchmal bekommt man auch Bauchschmerzen von so einem sprichwörtlichen Fastfood. Eine Diät oder sogar eine langfristige Nahrungsumstellung ist da die gesündeste Lösung. Und genau das mache ich jetzt. Ich lasse die sozialen Medien mal soziale Median sein. Facebook, Twitter, Instagram, Flickr & Co werden vermutlich auch ohne mich überleben.

Im Klartext heißt das auch, dass ich in diesen zwei Monaten keine Fotos veröffentlichen oder mich an irgendwelchen Gruppen Diskussionen beteiligen werde. Ich werde auch keine Facebook/Instagram/Twitter/Flickr Nachrichten oder Kommentare lesen und natürlich auch selber keine schreiben. Ich kastriere auch mein Smartphone für diesen Zeitraum und lösche alle entsprechenden Apps. Und meine Zeit am Computer daheim werde ich auch nur auf ein Minimum beschränken, um ab und an vielleicht mal Emails zu lesen.

Im Juli und August werde ich nur noch telefonisch, per Messenger/Email oder persönlich erreichbar sein. Die Kommentare hier im Blog schalte ich vielleicht in unregelmäßigen Abständen auch mal frei. Mehr aber auch nicht. Ich will mich in dieser Zeit voll und ganz auf meine Familie und in der wenigen Freizeit, die ich danach noch habe auf das analoge Fotografieren und meine Dunkelkammer konzentrieren und vielleicht noch ein bisschen Urlaub dazwischen machen. Und den Urlaub gibt es auch nicht in den Instagram Storys zu sehen. Ich werde sogar noch nicht einmal eine digitale Kamera mit in den Urlaub nehmen. Wieso auch?! Ich hab ja genug analoge Filme 🙂

Warum mach ich so ein Trara daraus?
Keine Ahnung! Vielleicht weil ich hoffe damit andere zu animieren, sich auch mal so eine Auszeit zu nehmen. Ich glaube, dass das essentiell für uns ist, die reale Welt, in der wir leben ab und an mal wieder neu zu entdecken. Echte Menschen zu treffen und richtige “Likes” zu vergeben und nicht nur virtuell eine Seifenblase aufzupusten, die sich nach 24 Stunden von alleine löscht.

Alternativen
Anstatt eine Messenger Sprachnachricht zu schicken, auch mal den Telefonhörer in die Hand zu nehmen und mal wieder persönlich mit jemanden zu sprechen. Für die jüngeren unter uns: ein Telefon, früher auch Telephon oder auch auch Fernsprechapparat oder Fernsprecher genannt, ist ein Kommunikationsmittel zur Übermittlung von Tönen und speziell von Sprache mittels elektrischer Signale 😉

Anstatt einer Instagram Story zu folgen, einfach mal Freunde einladen und persönlich und hautnahe erleben, wie es ist mit anderen Menschen gute Gespräche zu führen oder herzlich zu lachen. Und zwar mit Augekontakt und ohne Smartphone in der Hand. Ihr wisst schon, Leben passiert, aber  nicht auf dem Display!

Oder ein schönes Foto entwickeln und ausdrucken lassen, in einen passenden Rahmen stecken und an der Wand bewundern, anstatt nur gehetzt durch die Instagram oder Facebook Timeline zu scrollen. Oder einfach mal mit offenen Augen durch die Stadt laufen, anstatt Google Streetmap zu benutzen und vielleicht auch mal einen öffentlichen Bücherschrank benutzen und Teil eines analogen Filesharing Netzwerkes werden.

Ach, es gibt so viele Möglichkeiten ohne das Internet! Ich mach das mal nun! Bis September dann!

 

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5 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Du hast Recht, Ivan! Gerade in der heutigen Zeit sollte man dieses blöde Smartphone einfach mal links liegen lassen und Zeit mit den Menschen verbringen, die einem wichtig sind. Real. Wenn ich die nächste Generation mit musical.ly & Co. heranwachsen sehe, macht mich das sehr nachdenklich. Nichts desto trotz hoffe ich, dass wir dann nach deiner Auszeit und deinem Urlaub einen Termin für unser Shooting finden. Lass es dir gut gehen und genieße die Zeit!

  2. Herrlich! So sieht es im Urlaub auch aus. Die Firmen-Emails kommen direkt alle in den Sonderordner Urlaub! So bleibt nichts im Posteingang. Ich lese zwar ebooks oder PDFs auf dem Handy und nutze es als Kamera, aber ansonsten halte ich mich aus den sozialen Medien heraus. Ist es nur noch grober Stuss der durch die Timelines getrieben wird.
    Viel Spaß mit der Qualitätszeit!!

  3. Das ist mir, sorry, ein wenig zu viel “man sollte…, man sollte…, man sollte…”. Das ist wie mit den Diätrezepten. Jeder weiß, wie es geht, aber anstatt das mal in sein tägliches Programm zu integrieren, machen wir gerne ein PROGRAMM. Liebe Leute, vielleicht könnte man einfach mal versuchen, einen reflektierten Umgang mit den Medien von Smartphone bis sonstwas zu pflegen, anstatt diese – für eine zeitlang – abzuschalten. Denn was kommt danach? Alles wie zuvor? Die medialen Möglichkeiten geben uns unglaubliche Chancen der Kommunikation, des Austauschs und der wechselseitigen konstruktiven Kritik. Ich will das nicht missen. Das persönliche Treffen mit Freunden wird dadurch überhaupt nicht eingeschränkt. Mein Tip: Lieber vernünftige Integration als Diäten. Die taugen auf Dauer meistens eh nix.

    • So lebe ich das im Grunde auch. Wichtig dabei ist sich zu überlegen wieso man bestimmte Dinge tut und sich auf GAR KEINEN Fall selber anlügen 😉
      An erster Stelle steht dabei die Selbsterkenntnis. Wer weiß wieso er bestimmte Dinge tut, hat evtl. auch die Möglichkeit gezielt Dinge zu ändern, sofern er das überhaupt möchte.

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