Frankfurt langzeitbelichtet – erster Versuch

Als ich am Anfang der letzten Woche noch die ersten Versuche in meiner Mittagspause am Rhein durchführte, hatte ich noch gar keine Ahnung wie viel Spass es machen würde. Langzeitbelichtung! Und das am helligten Tage. Cool sag ich euch! Die Fotos vom Rhein sind übrigens nix geworden. Aber das Fleischkäse Brötchen, dass ich an dem Tag gegessen habe war einmalig :mrgreen:

Die letzte Woche war ohnehin ziemlich aufreibend. Mainz liegt nun hinter mir und Frankfurt bald vor mir. Beruflich gesehen. So sehr ich auch die rheinland-pfälzische Landeshauptstadt vermissen werde, ich freue mich einfach tierisch auf Frankfurt. Punkt!

Zurück zum Thema. Gestern bin ich spontan an den Main in die Nähe vom Westhafen gefahren. Spätnachmittags zog der Himmel recht gut zu und es war dennoch trocken. Ideales Wetter also für meine frisch entdeckte Experimentierfreude: Langzeitbelichtung am Tage. Zugegeben, es ist kein neues Thema und es gibt dutzende Meister da draußen, die dieses Technik perfektioniert haben. Einer meiner absoluten Favoriten ist mein Fotokollege Andreas Wecker aka “Wecand”. Er hat in seinem flickr Stream eine einzigartige Kollektion solcher genialen langzeitbelichteten Bilder und das sogar aus meiner Lieblingsstadt 🙂 Seine Architektur Kollektion “long exposure” ist mehr als nur einen Besuch wert. Und seinen Gastartikel “Architektur in Langzeit” auf kwerfeldein.de solltet ihr euch auf alle Fälle ansehen.

Heute will ich euch meine ersten drei Gehversuche vorstellen. Ich mag den Main und vor allem, wenn er so aussieht wie hier auf den Bildern. Durch die längere Verschlußzeit wirkt er so sauber und glatt. Mag ich einfach.

Ach ja, eins dieser Bilder will ich für das nun mittlerweile 4. Thema des Tamron Dauertests einreichen. Dieses lautet simpel: “Weitwinkelfotografie – Testen Sie die 18mm-Brennweite!“. Ich habe dieses Objektiv nun seit mehreren Wochen aktiv im Einsatz, sowohl im Vergleich zu meinem 80-200mm f/2.8  AF-D NIKKOR ED N in der Sportfotografie, als auch als immerdrauf Linse. Als ich das erste mal von dem Dauertest berichtet habe, war ich spontan positiv überrascht. Heute kann ich das Ganze etwas nüchterner betrachten. Das soll keineswegs wertend klingen. Es ist eher eine sehr neutrale Position, die ich einnehme. Aber mehr dazu wird bald folgen. Mit Beispielbildern vor allem aus der Sportfotografie. Versprochen!

Alle drei Fotos wurden mit Blende f/16 und einer Verschlußzeit von knapp unter oder über einer Minute aufgenommen. Die genauen Exif Daten sind in den Bildern drin. Das Stativ war Pflicht und der verwendete Graufilter ist ein ND3 1000x. Ich habe natürlich auch wieder die iPhone App NDCalc verwendet. Da ist nämlich auch gleichzeitig zu jeder Verschlußzeit der passende Countdown Timer integriert 😉

Welches Foto soll es nun werden? Ich kann mich wieder mal zwischen Farbe und Schwarzweiß nicht entscheiden. Daher habe ich einfach alle drei sowohl in Farbe, als auch in s/w hier reingestellt. Ich muss noch mal drüber nachdenken. Mein Favorit ist ja das erste in Farbe. Mal sehn….

Welches gefällt euch denn? Und warum? Habt ihr auch schon Erfahrungen mit ND Filtern sammeln können? Erzählt mal, das interessiert mich sehr. 

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7 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Mag ich! Besonders das (Farb)Foto vom Gerippten.

    Ich habe heute, äh gestern, auch das erste Mal mit ejnem ND-Filter experimentiert. Bei mir war das Wetter letztendlich leider zu gut. Zu wenig schnellziehende Wolken, sodass es eher so wie “gewollt und nicht gekonnt” ausschaut 😀 (mein aktueller Beitrag). ABER: Es hat auch mir viel Spaß gemacht und es wird nicht das letzte Mal gewesen sein.

    • Danke Melli. “gewollt und nicht gekonnt” kenn ich gut 🙂 Ich hab auch etwas gebraucht, bis ich den Dreh raus hatte. Aber es macht Riesen Spass. Das wird mit Sicherheit nicht das letzte mal sein. Ich hätt nur gern ein bischen mehr Weitwinkel. 18mm ist zwar OK, aber 12 oder 10mm wären interessanter….

  2. Auf Bild 1 wirkt der Main wie ein großer Swimming-Pool 😀
    Ich mag vor allem das letzte Bild (auch wenn ich sonst nicht so der Fan von Hochkant-Bildern bin). Aber entscheiden zwischen Farbe und sw mag ich mich auch nicht.

    Langzeitbelichtungen insgesamt finde ich sehr spannend, es wirkt halt doch alles ganz anders. Vor allem bei Wasser im Bild lohnt sich das manchmal extrem und ich mag den “glatt”-Effekt auch seeehr.

    Erfahrungen mit Graufiltern habe ich noch nicht. Wird Zeit wa?

    • Hochformat Bilder sind auch nicht so mein Ding, aber das war ein guter Kompromiss bei dem Motiv. Ich wollte unbedingt auch die Spiegelung des Turms mit auf dem Bild haben. Bei 18mm im Querformat wär das nicht gegangen. Und ja, kauf dir mal einen Graufilter. Der Spass lohnt sich 🙂

  3. Pingback: Tamron’s Extreme Test – vierte Aufgabe gelöst | BlogNotiz.De

  4. Hey Ivan,
    bin jetzt erst auf deinen Artikel gestoßen und freue mich ein Teil davon zu sein. Es ist schön wenn jemand durch meine Bilder sich inspirieren lässt auch mal tagsüber länge zu belichten. Der große Aha/Wow Effekt nach der Belichtung macht schon irsinnig viel Spaß.
    Danke also für dein Support.

    Zu deinen Bildern. Wie bei mir auch scheinen die Filter bei dir ebenfalls in dem Weißabgleich etwas ins kühle zu geraten. Ich finde persönlich das sogar gut, denn so kann man noch gezielter den Blaukanal bearbeiten. Gerade dem Himmel kann man dadurch schönen Kontrast verleihen.
    Wenn es bei dir das nächste mal ergibt eine Langzeitbelichtung ei Schäfchenwolken zu machen, nutze es aus. Das ist oft deutlich eindrucksvoller als ein komplett verdeckter Himmel. Einige Lücken in der Wolkendecke geben sofort viel Dramatik.

    Anders als bei dir, hat es mich aus Frankfurt nach Wiesbaden verschlagen und ich kann nicht mehr so spontan auf die Wetterverhältnisse reagieren. Schade. Aber ich hoffe demnächst wieder durch Frankfurt zu ziehen. Vllt. ergibt sich sogar irgendwann eine gemeinsame Tour.

    Viel Spaß mit LZB
    Andi

    • Danke sehr Andi. In dem Bereich sind mir deine Bilder einfach ein Riesen Vorbild 🙂 Die LZB macht einfach nur Spass. Und das mit dem Weißabgleich hab ich auch schon bemerkt, aber ich dachte das kommt von meinem günstigen Filter. Ich hab nur gelesen, dass es da einige Unterschiede gibt. Aber letztendlich ist das ja auch so wie du sagst gerade wenn man blauen Himmel hat eher sogar hilfreich. Jetzt im Herbst hoffe ich auch mehr auf diese Schäfchen Wolken. Mal sehn. Wiesbaden ist aber auch ganz nett, oder?! Irgendwann sollte sich aber wirklich mal eine Gelegenheit ergeben zusammen auf Fototour zu gehen. Wir bleiben einfach in Kontakt. Grüße, Ivan

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