Enjoy the Silence und meine Kamera Träume

Heute Morgen war ich vor der Arbeit noch kurz am Main, um diesen herrlichen Nebel und diese damit verbundene Stille nur kurz zu erleben. Ich mag es, wenn es ruhig um mich herum ist. Es ist ohnehin laut genug, egal wo ich bin. Stille tut gut. Man kann dabei so angenehm nachdenken.

Naja, so war jedenfalls der Plan. Die Realität sah, bzw. hörte sich leider gaaaaanz anders an. Nicht nur, dass ich keinen Parkplatz in der Nähe finden konnte und es nicht wie erwartet menschenleer dort war, ich war wohl schon lange nicht mehr in Höchst am Main. Gefühlt und gehört standen dort tausende Bagger herum und ließen ihre Kräfte an dem wehrlosen Boden aus. Eine akustische Katastrophe war das. Wo auch immer das herkam, sie waren ganz nah bei mir 🙁

Die vermeintliche Stille habe ich mir dann einfach nur gedacht. Stellen wir uns also das folgende Szenario vor und betrachten dabei das untere Bild:

ein junger Mann (ich) steht stundenlang inmitten einer herrlichen Stille am Mainufer und betrachtet gedankenversunken den herankommenden Nebel, der wie ein zarter Schleier die morgendlich frische Landschaft umhüllt. Er holt seine zweiäugige Spiegelreflex Kamera heraus, die goldene Jubiläumsedition seiner geliebten Rolleiflex 2,8 FX mit einem Planar 2,8/80er Glas und beginnt diesen unendlichen Augenblicken auf einem niedrigempfindlichen und panchromatisch sensibilisierten Schwarzweiß-Negativfilm, dem Efke R50 festzuhalten… 🙄

Alternativ ginge auch eine Plaubel Makina 67, die 1979 das erste mal das Licht der Welt erblickte. Das ist diese nette Rollfilm-Sucherkamera mit dem fest verbauten 6-linsigen Nikon 2,8/80mm Objektiv, die übrigens durch den Film “Palermo Shooting” des deutschen Regisseurs Wim Wenders im Jahr 2008 noch mal so richtig berühmt wurde. Plötzlich wollte jeder so eine Plaubel Makina haben. Oder vielleicht doch lieber eine Contax 645 mit dem Zeiss Planar T 80 mm f/2,0 Prachtstück von Objektiv. Oder alle drei, in dieser Reihenfolge… :mrgreen:

An diese drei Schätzchen muss ich übrigens wirklich öfter denken. An Letztere besonders, weil  sie von einer außergewöhnlichen Fotografin benutzt wird und ich in ihrem aktuellen Buch, das ich (schon wieder) lese, als analoge “Exif” Daten unter jedem Foto wiederfinde. Zu dem Buch schreibe ich auch grad eine Rezension und werde diese bald hier vorstellen.

Und welche Kamera Träume habt ihr so?

 

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