ein Erfahrungsbericht: Alu-Dibond Print von Saal-Digital an meiner Wand

Als ich vor einigen Wochen das Angebot für einen Erfahrungsbericht zu einem Alu-Dibond Druck vom Anbieter zor.com erhielt – ich berichtete – dachte ich nicht wirklich daran, so einen Test nochmal durchzuführen. Aber als ich – ich glaube – in meinem Instagram Feed eine Werbung von Saal-Digital sah, in der Fotografen für einen Erfahrungsbericht gesucht wurden, sprach mich das doch irgendwie an. Ich dachte mir, das wäre doch DIE Gelegenheit einen großen Anbieter mit dem erst kürzlich getesteten jungen Unternehmen zu vergleichen. Gesagt, getan! Aber bitte versteht diesen Vergleich nicht so, dass ich die Unternehmen an sich vergleiche. Es geht wirklich nur um dieses eine Produkt. Alles andere wäre nicht fair. Saal-Digital ist ein etabliertes und bekanntes Unternehmen und bietet neben Alu-Dibond Drucken noch u.a. Fotobücher, Fotohefte, Fotos, Karten, Poster, FineArt Drucke, Kalender und eben Wandbilder in den verschiedensten Ausführungen an. Service wird hier, jedenfalls nach meiner Erfahrung mit diesem Anbieter groß geschrieben und fast alles, was das Herz eines Hobby-Fotografen begehrt (wenn es um gedruckte Bilder geht) bekommt man bei diesem Anbieter in ausgesprochen guter bis sehr guter Qualität.

Um was geht es also?
Heute geht es wieder um Fotos und dass diese an die Wand gehören! Eben Bilder zum Anfassen. Und zwar in Form eines Alu-Dibond Drucks. Und auch um die Frage, wann es sich lohnt, mehr Geld in die Hand zu nehmen. Aber eins nach dem anderen… Ich bewarb mich also bei Saal-Digital und wurde auch kurze Zeit später tatsächlich per E-Mail angeschrieben. Meine Bewerbung wurde angenommen. Ich erhielt einen Gutschein in Höhe von 50 EUR und das Ganze war natürlich an die Bedingung geknüpft, einen ehrlichen Erfahrungsbericht hier in meinem Blog zu veröffentlichen. Und ja, das mache ich gerne. Ich werde ehrlich sein 🙂

Ich bestellte einen Alu-Dibond Druck mit den Maßen 60x40cm für 44,95 EUR. Mit den DHL Versandkosten von 5,95 EUR kam ich dann auf eine Gesamtrechnung von 50,90 EUR und hatte einen Eigenanteil von 90 Cent. Sofort fiel mir der Preisunterschied zu dem Produkt von zor.com auf. Dort kostet so ein Druck nur 15,99 EUR + 7,99 DPD Versandkosten, also insgesamt 23,98 EUR. Der Grund dafür liegt allerdings in der Druckqualität, aber dazu später mehr.

Und was die Lieferzeit angeht, gab es auch einen großen Unterschied. Einen halben Tag nach meiner Bestellung bei Saal-Digital bekam ich schon die Versandbestätigung meines Druckes und hielt das Bild auch schon kurze Zeit später in meinen Händen. Es wurde mit DHL direkt zu mir nach Hause geliefert. So ein Express Lieferservice zu Standard Lieferkosten ist nicht selbstverständlich!

Ich wählte übrigens das folgende Motiv aus. Und damit mein Vergleich zu zor.com auch Sinn machte, bestellte ich mit derselben Bilddatei dort auch einen Alu-Dibond Druck in denselben Maßen. Die Bestellung lief wie erwartet intuitiv einfach ab. Es gibt zwei Wege bei Saal-Digital zu bestellen. Einmal kann man seine Bilder wie bei jedem anderen Anbieter auch über den Webshop im Browser bestellen oder man lädt sich die Saal-Digital-eigene Software auf den Rechner und bestellt über diesen Weg sein Produkt. Da ich schon mehrere Male bei Saal-Digital über diese Software bestellte habe, nutzte ich diesen Weg.

Beide Bestellungen musste ich zwangsläufig ohne Softproof durchführen, da ich Photoshop nicht mehr besitze. Ich arbeite immer noch mit Adobe Lightroom in der Version 5 und da LR die CMYK ICC Profile erst ab der Version 6 versteht, kann ich die angebotenen ICC Profile von Saal-Digital und ZOR.com nicht verwenden. Aber wenigstens ist mein Monitor kalibriert 😉

Oshafenbrückenaussicht


der Unterschied

Hier auf dem Foto sieht man den Unterschied beider Produkte. Jedes Bild für sich selber genommen lieferte einen professionellen Druck, mit all den erwarteten Punkten wie Schärfe, satte Farben und Details ab, aber es gab eben eine kleine Abweichung im Bereich des Kontrastes. Das link Bild ist von Saal-Digital, das rechte von zor.com und man sieht wenigstens in Natura glaube ich ganz gut, dass das Produkt von Saal-Digital wesentlich näher am oben gezeigten Original dran ist, als der Druck von zor.com es geschafft hat. Dort nämlich sehe ich einen scheinbar erhöhten Kontrast und damit eine Nuance fehlende Details, was sowohl auf den Himmel, als auch auf die Farben insgesamt eine Auswirkung hat und diese etwas dunkler erscheinen lässt. Ich vermute es liegt am Druckverfahren, aber dazu mehr in der folgenden Zusammenfassung.

Zusammenfassung
Saal-Digital liefert schneller und auch direkt nach Hause, als das im Vergleich erwähnte kleinere Unternehmen ZOR
Saal-Digital liegt bei diesem Produkt im direkten Vergleich etwas mehr als 50% höher im Preis. Aus gutem Grund!
Saal-Digital lag bei diesem Ergebnis, was die Farbentreue zum Originalbild angeht eindeutig vorne
– Saal-Digital spricht offen über das Verfahren, wie die Alu-Dibond Platten bedruckt werden, nämlich mittels “UV-Direktdruck der neuesten Generation mit 6-Farben inklusive Lightfarben (herkömmlich nur 4 Farben) und 6-facher UV-Härtung“.
zor.com spricht auf der Website nicht davon, WIE gedruckt wird. Daher gehe ich davon aus, dass es hier nur die herkömmliche Variante mit 4 Farben ist und der Unterschied im Kontrast beider Ergebnisse vermutlich daher rührt. Allerdings vermute ich das nur.

mein Fazit

Die Frage wann es sich lohnt, mehr Geld in die Hand zu nehmen, ist recht einfach zu beantworten. Man muss sich nur selber fragen, ob man einen Kompromiss in der Druckqualität und der Lieferzeit eingehen kann. Und falls dem nicht so ist, sollte man lieber zu einem etablierten Anbieter wie Saal-Digital gehen.      

Saal-Digital liefert nun mal schneller und auch direkt nach Hause, aber ist teurer als manch anderer Anbieter von Wandbildern. Meiner Meinung nach aus gutem Grund. Denn Saal-Digital liefert punktgenau das, was man erwartet und hat vermutlich aufgrund des Druckverfahrens qualitativ die Nase vorne.

Die Nuance Unterschied in den Farben beim zor.com Produkt stört mich persönlich für den heimischen Gebrauch und bei diesem speziellen Motiv nicht wirklich. Wenn man also bereit ist, qualitative Abstriche zu machen und diesen Kompromiss eingehen kann und vielleicht auch finanziell gesehen dankbar für jeden eingesparten Cent ist – auch das kenne ich – empfehle ich die preisgünstigere Variante. Aber dann muss man die Kompromisse auch akzeptieren und sich nicht im nachhinein darüber beschweren.

Wenn allerdings der eigene Anspruch höher ist oder das Motiv kritischer – bei Portraits in Farbe, wo es z.B. um Hauttöne geht, könnte ich mir vorstellen, dass eine Abweichung der Farben wesentlich dramatischer wäre – würde ich definitiv Saal-Digital wählen. Und wenn es darum geht, solche Wandbilder mit den eigenen Motiven kommerziell in z.B. einem eigenen online Shop zu vertreiben, empfehle ich ohne Zweifel Saal-Digital als Anbieter. Qualität ist nun mal kein Zufall! 

 

Ich hoffe, dass dieser Artikel hilfreich für euch ist. Und falls ihr weitere Fragen habt oder vielleicht auch schon bei diesem Anbieter bestellt habt, schreibt das doch in die Kommentare rein.

Ich freue mich über jedes Wort 🙂

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